Erbliche Taubheit

Betroffene Dobermann-Welpen sind bereits 3 Wochen nach der Geburt taub und zeigen Symptome einer... mehr
Erkrankung
Bereits im Jahr 1992 wurden Hunde der Rasse Dobermann beschrieben, welche an angeborener Taubheit und Störungen des Gleichgewichts- und Bewegungssinnes (dem vestibulären System) litten. Die Ursache dieser Erkrankung blieb jedoch bislang unbekannt. Inzwischen konnte eine bestimmte Genmutation gefunden werden, welche bei betroffenen Hunden vorkommt. Betroffene Welpen sind bereits 3 Wochen nach der Geburt taub und zeigen Symptome einer Gleichgewichtsstörung, wie zum Beispiel Neigen des Kopfes, Im-Kreis-Laufen und eine gestörte Bewegungskoordination (Ataxie). Bei der Erkrankung findet ein Abbau der für das Hören wichtigen Hörschnecke (progressive Degeneration der Cochlea) mit einem Verlust der akustischen Sinneszellen im Innenohr statt. Zudem können bei machen betroffenen Welpen abnormale oder nicht vorhandene Ohrsteine (Otokonien) gefunden werden, welche normalerweise für die Wahrnehmung von Bewegungen benötigt werden und hier die Gleichgewichtsstörungen verursachen.

Beim Rottweiler führt eine Variante im LOXHD1-Gen zum frühen Hörverlust. Bislang konnte noch nicht abschließend geklärt werden, ob die Welpen bereits gehörlos geboren werden oder zunächst schwerhörig zur Welt kommen was sich in wenigen Wochen zur vollständigen Taubheit weiter entwickelt. Man geht davon aus, dass das LOXHD1-Gen an der Aufrechterhaltung der Funktion der Haarzellen innerhalb der Cochlea beteiligt ist.
Erbgang
Testdauer
1-2 Wochen nach Erhalt der Probe
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