Erbliche Myopathie (CNM)

Die zentronukleäre Myopathie (CNM) ist eine Erkrankung, bei der sich die Muskeln des Hundes... mehr
Erkrankung
Die zentronukleäre Myopathie (CNM) beim Labrador Retriever, früher auch benannt als hereditäre Myopathie des Labrador Retrievers (HMLR), wurde erstmals in den 1970er Jahren beschrieben. Die CNM ist eine Erkrankung, bei der sich die Muskeln des Hundes nicht richtig entwickeln. Betroffene Hunde zeigen fehlende Sehnenreflexe sowie geringere Gewichtszunahme als ihre Altersgenossen mit 4 Wochen. Offensichtliche Symptome für die CNM treten mit ca. 12 bis 20 Wochen auf. Die Hunde zeigen generalisierte Muskelschwäche, abnormale Haltung, einen unbeholfenen Gang und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Betroffene Tiere sind nur schwach belastbar und kollabieren schnell, wenn sie der Kälte ausgesetzt werden. Unter Belastung tritt Muskelatrophie auf, die teilweise auch die Kopfmuskeln betrifft. Bei der Deutschen Dogge verläuft die Erkrankung analog.
Beim Deutschen Jagdterrier wurde eine Mutation mit ähnlichen Symptomen gefunden. Die Erkrankung wird bei dieser Rasse synonym auch als Exercise induced myopathy (EIM) bezeichnet. Die EIM beruht auf einem autosomal-rezessiv vererbten Stoffwechseldefekt. Betroffene Hunde zeigen bei großer Anstrengung Muskelschwäche und Muskelschmerzen und können aufgrund dieser deutlichen Belastungsintoleranz nicht als Jagdhunde genutzt werden. Dennoch können betroffene Hunde als Familienhunde ein relativ normales Leben führen, sofern sie sich nicht extrem anstrengen müssen.
Rassen
Deutsche Dogge, Deutscher Jagdterrier, Labrador Retriever
Erbgang
autosomal-rezessiv
Testdauer
1-2 Wochen nach Erhalt der Probe (Deutsche Dogge, Deutscher Jagdterrier); ca. 1 Woche nach Erhalt der Probe (Labrador Retriever)
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