Makrothrombozytopenie (MTC)

Makrothrombozytopenie (MTC) ist eine erbliche Störung der Bildung von Blutplättchen... mehr
Erkrankung
Die Makrothrombozytopenie (MTC) ist eine erblich bedingte (kongenitale) Störung der Bildung von Blutplättchen (Thrombozyten), die wichtige Funktionen bei der Blutstillung haben. Als Ursache wurden zwei Genmutationen identifiziert. Während bei der einen beide Elterntiere die Erkrankung in sich tragen müssen (rezessiv), kann es bei der anderen Form schon bei nur einem betroffenen Elterntier (dominant) zur Ausprägung der Erkrankung bei den Welpen kommen. Das Anzeichen für eine erbliche MTC ist eine verringerte Anzahl von Thrombozyten (Thrombozytopenie). Zudem sind viele der noch vorhandenen Blutplättchen vergrößert. Bei betroffenen Hunden, welche nur von einem Elterntier (heterozygot) die dominante Genvariante vererbt bekommen haben, liegen die Werte zwischen denen von betroffenen und normalen Tieren, während Werte von heterozygoten Trägern der rezessiven Mutation nicht von denen der normalen Tiere unterschieden werden können. Betroffene Hunde neigen zwar nicht zu Blutungen, aber es besteht die Gefahr der Fehlbehandlung. Die oben genannten Anzeichen können auch für eine erworbene Thrombozytopenie gehalten werden, wie sie beispielsweise durch Infektionen, Medikamente oder Immunreaktionen ausgelöst werden kann. Da die Gabe von Antibiotika oder sogenannten Steroiden bei der erblichen Makrothrombozytopenie nicht erfolgen sollte, wird der Gentest als wichtiges Mittel zur Differenzialdiagnose empfohlen.
Erbgang
variabel
Testdauer
1-2 Wochen nach Erhalt der Probe
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